Mittwoch, 17. Januar 2024
Sonntag, 7. Februar 2010
iPhone und Amateurfunk
Nachdem das iPhone in erster Linie ein kleiner tragbarer Computer, in zweiter Linie ein Spielzeug und in dritter Linie ein Telefon ist, war es nur eine Frage der Zeit, dass der Amateurfunk auf dem iPhone Einzug hält. Ernsthaft: Amateurfunker sind grundsätzlich technisch interessiert und deshalb hat es viele "early adopters" darunter, die gerne neue Technologieen ausprobieren.
Deshalb ist es kein Wunder, dass es von Anfang an Morselernprogramme, Maidenhead-Locator-Berechnungsprogramme, aber auch Verzeichnisse der Prefixes und natürlich DX-Cluster-Clients gab.
Irgendwann hat dann mit iBCNU (I beacon you) auch die erste APRS-Software Einzug gehalten. Zu Beginn konnte sie nur mit 5-stelligen Rufzeichen sauber umgehen, nach ein paar Updates sind jetzt auch unsere 7-stelligen Rufzeichen kein Problem mehr und es hat und auch viele Möglichkeiten (Position in Intervallen durchgeben, Kurzmeldung an einen anderen APRS-User absetzen, Geschwindigkeitsanzeige im km/h, etc.) dazugewonnen. Es ist heutzutage also möglich, via iPhone eine Textmeldung zu empfangen, die z.B. PA0R mithilfe der Intermar-Software "PSKMAIL" über Kurzwelle von seinem Segelboot aus abgesetzt hat. Möglich wird dies durch das Internet als Backbone. Wer weiss, vielleicht nutzt man später dazu auch das im Aufbau begriffene HAMNET, das als Nachfolger des Packet-Radio-Netzes gehandelt wird?
Deshalb ist es kein Wunder, dass es von Anfang an Morselernprogramme, Maidenhead-Locator-Berechnungsprogramme, aber auch Verzeichnisse der Prefixes und natürlich DX-Cluster-Clients gab.
Irgendwann hat dann mit iBCNU (I beacon you) auch die erste APRS-Software Einzug gehalten. Zu Beginn konnte sie nur mit 5-stelligen Rufzeichen sauber umgehen, nach ein paar Updates sind jetzt auch unsere 7-stelligen Rufzeichen kein Problem mehr und es hat und auch viele Möglichkeiten (Position in Intervallen durchgeben, Kurzmeldung an einen anderen APRS-User absetzen, Geschwindigkeitsanzeige im km/h, etc.) dazugewonnen. Es ist heutzutage also möglich, via iPhone eine Textmeldung zu empfangen, die z.B. PA0R mithilfe der Intermar-Software "PSKMAIL" über Kurzwelle von seinem Segelboot aus abgesetzt hat. Möglich wird dies durch das Internet als Backbone. Wer weiss, vielleicht nutzt man später dazu auch das im Aufbau begriffene HAMNET, das als Nachfolger des Packet-Radio-Netzes gehandelt wird?
Den endgültigen Sprung in die Amateurfunkwelt hat das iPhone mit der am 4. Februar 2010 aufgeschalteten Echolink-Software geschafft - diese Applikation ermöglicht es, via Echolink von irgendwo auf der Welt aus mit anderen Funkamateuren zu sprechen.
Das ging bis am 4. Februar nur mit dem Laptop, neu geht es jetzt auch mit dem Mobiltelefon. Das heisst also, dass sich ein Funkamateur abends im Hotelzimmer in Australien über das hoteleigene W-LAN mit dem HB9AG-Relais Strihen verbinden lassen kann und so mit den anderen OMs in Verbindung bleiben kann. Im Gegensatz zu Skype kann dann VE/HB9EGZ mit HB9TLL/M sprechen, der gerade mit dem Auto an den Aargauer Stamm unterwegs ist.
Es scheint so als wäre in Zukunft der Eingangsbereich des Apple-Stores ein guter Treffpunkt für Funkamateure. Ich habe von dort aus ein erstes QSO mit einer HB3-Station im Kanton Glarus geführt und es funktionierte wirklich ganz gut. Ein Blick in die gerade eingeloggten Echolink-User-Liste zeigt, dass sich die App schon sehr rasant verbreitet hat.
Das ging bis am 4. Februar nur mit dem Laptop, neu geht es jetzt auch mit dem Mobiltelefon. Das heisst also, dass sich ein Funkamateur abends im Hotelzimmer in Australien über das hoteleigene W-LAN mit dem HB9AG-Relais Strihen verbinden lassen kann und so mit den anderen OMs in Verbindung bleiben kann. Im Gegensatz zu Skype kann dann VE/HB9EGZ mit HB9TLL/M sprechen, der gerade mit dem Auto an den Aargauer Stamm unterwegs ist.
Es scheint so als wäre in Zukunft der Eingangsbereich des Apple-Stores ein guter Treffpunkt für Funkamateure. Ich habe von dort aus ein erstes QSO mit einer HB3-Station im Kanton Glarus geführt und es funktionierte wirklich ganz gut. Ein Blick in die gerade eingeloggten Echolink-User-Liste zeigt, dass sich die App schon sehr rasant verbreitet hat.
Das iPhone scheint also ein interessantes Gadget für Funkamateure zu sein.
Allerdings stehen die viel zu kurze Akkulaufzeit und die Datenmengenbeschränkungen noch einigen Interessanten Ideen entgegen.
Montag, 10. März 2008
DX: TX5C - Clipperton-Island
Die Clipperton-Islands haben im Moment Besuch von einer DXpedition. Wer also das Gebiet, das im Moment auf Position 21 der Liste der meistgesuchten Gebiete liegt,noch nicht im Log hat, der sollte unbedingt einmal die Homepage der Clipperton2008-DXpedition besuchen und sich informieren.
Ein bisschen Hintergrund-Infos zum nord-westlich von Südamerika gelegenen, französischen Gebietes, hat es auf Wikipedia (EN) und (DE) - wobei die englischsprachige Fassung ausführlicher ist.
Sonntag, 2. März 2008
Antenna Special from HCDX

Die Seite HCDX (Hard Core DX) hat unter anderem Bauanleitungen zu Antennen auf ihrer Homepage, seien dies Ballon-Antennen oder Inhouse-Schleifenantennen für SWLs. Ausserdem hat die Seite ein paar Tricks um die lang erwartete QSL endlich zu erhalten. Dazu gehört ein russisches Formular.
Montag, 11. Februar 2008
Joke: You might be addicted to ham
Hier die Top 10:
1. When you look at a full moon and wonder how much antenna gain you would need.
2. When a friend gets a ride from you and remarks that you have a lot of CBs in your vehicle, it turns in to an hour long rant on how ham radio is not CB radio.
3. When someone asks for directions, you pause, wondering if long or short path would be best.
4. When you can look at a globe and be able to point to your antipode (and you know what an antipode is).
5. Your cell phone ring tone is a Morse code message of some kind.
6. You have accidentally said your Amateur Radio call sign at the end of a telephone conversation.
7. Your favorite vacation spots are always on mountain tops.
8. You notice more antennas than road signs while driving your car.
9. You have driven onto the shoulder of the road while looking at an antenna.
10. Porcupines appear to be fascinated with your car.
..
Die restlichen 46 findet ihr auf der Seite von KC4GMY
1. When you look at a full moon and wonder how much antenna gain you would need.
2. When a friend gets a ride from you and remarks that you have a lot of CBs in your vehicle, it turns in to an hour long rant on how ham radio is not CB radio.
3. When someone asks for directions, you pause, wondering if long or short path would be best.
4. When you can look at a globe and be able to point to your antipode (and you know what an antipode is).
5. Your cell phone ring tone is a Morse code message of some kind.
6. You have accidentally said your Amateur Radio call sign at the end of a telephone conversation.
7. Your favorite vacation spots are always on mountain tops.
8. You notice more antennas than road signs while driving your car.
9. You have driven onto the shoulder of the road while looking at an antenna.
10. Porcupines appear to be fascinated with your car.
..
Die restlichen 46 findet ihr auf der Seite von KC4GMY
Donnerstag, 3. Januar 2008
Foxhole Radio Set
Falls jemand von euch einen Rundfunkempfänger im Stil der Kriegsgefangenen im 2. Weltkrieg bauen möchte, dann findet er auf der Seite von "Bizarre Stuff you can make in your kitchen" die notwendigen Kits dazu.Die Website hat noch viele weitere Bastelvorschläge zu verschiedenen Physik-Gebieten.
Sonntag, 2. September 2007
AM und SSB einfach erklärt
Stell Dir einen Dackel vor, der mit den Hinterbeinen in Europa steht und mit den Vorderbeinen in den USA. Wenn jemand den Dackel an Schwanz zieht, dann bellt er.
Funk ist genau dasselbe, einfach ohne Dackel.
Amplitudenmodulation besteht aus einem Träger und einem Nutzsignal. Also einem Esel, der einen Sack mit Informationen trägt.
SSB ist dasselbe, einfach ohne Esel.
Funk ist genau dasselbe, einfach ohne Dackel.
Amplitudenmodulation besteht aus einem Träger und einem Nutzsignal. Also einem Esel, der einen Sack mit Informationen trägt.
SSB ist dasselbe, einfach ohne Esel.
Mittwoch, 22. August 2007
Umfangreiche Infos zum Amateurfunk
Ein Schweizer Funkamateur, HB9TZU, hat umfangreiches Material zum Thema Amateurfunk zusammengestellt. Besonders erwähnenswert ist dabei dei Formelsammlung, die eigentlich viel mehr ist als eine blosse Zusammenstellung von Formeln.
Zusätzlich hat es Informationen zum Thema Informatik und Elektronik.
Wirklich lesenswerte Seite.
Zusätzlich hat es Informationen zum Thema Informatik und Elektronik.
Wirklich lesenswerte Seite.
Luftspule berechnen - leicht gemacht

Ich war heute dankbar über die Seite zum Thema "HF-Spulen wickeln". Grund: ich benötigte eine Spule mit 24.66 uH um sie zusammen mit einem 5.1 pF Kondensator zu einem Schwingkreis mit einer Resonanzfrequenz von 14.2 MHz zusammen zu bauen.
Eine Dose Streuwürze hatte dann einen vernüftigen Durchmesser und der Draht reichte - eng zusammengeschoben - gerade für die nötige Anzahl Windungen.
Die Seite von B. Kainka enthält übrigens noch weiter interessante Informationen zum Thema Elektronik.
Dienstag, 17. Juli 2007
Zur Geschichte von 73
Der gebräuchlichste Gruss unter Amateurfunkern ist 73. Diese Zahl wird meist mit "Grüsse" übersetzt, man könnte auch "kameradschaftliche Grüsse" darunter verstehen, denn 73 wird ja nur unter Amateurfunkern benutzt.
Eine deutschsprachige Übersetzung der Entstehungsgeschichte findet man auf Seefunknetz.de (einer Seite zum Thema Seefahrt und Seefunk):
Eigentlich war „73“ ein Begriff, den Telegrafiefunker in den alten Tagen des Westens benutzten[..]. Die Quelle von 73 und 88 war die Ausgabe des Zahlen-Schlüssels, der von den Landtelegrafisten - wire telegraphers - in der gleichen Weise benutzt wurde, wie in der heutigen Zeit die Q-Gruppen. Hier folgt ein Teil dieser Abkürzungen:
6 = ich bin bereit
23 = habe alles kopiert
24 = wiederholen Sie bitte
30 = ich habe nichts mehr, Ende
73 = Herzliche Grüße
88 = Liebe und Küsse
92 = Überbringen Sie sofort
134 = Wer ist an der Taste?
Ein weiteres Überbleibsel aus dieser Zeit findet sich in der Zahl 30, die heute nicht mehr benützt wird.
Beachten Sie, daß der „amerikanische Morsecode“ von den Landtelegrafisten benutzt wurde. Das Signal „30“ wird in diesem Code als ...-. - gegeben, die Null als extra langer Strich. Es wurde korrumpiert zu einem einzelnen Buchstaben ...-.- der üblicherweise heute gedankenlos als SK oder VA gegeben wird, wobei der Raum zwischen den Buchstaben entfernt wurde.
Wenn jemand noch mehr zu diesem Thema lesen möchte (inkl. der Winchester-Legende), dem sei meine Quelle Seefunk.de empfohlen. Ausserdem hat W5WWW noch verschiedene Infos zu 73, CQ und SOS.
Eine deutschsprachige Übersetzung der Entstehungsgeschichte findet man auf Seefunknetz.de (einer Seite zum Thema Seefahrt und Seefunk):
Eigentlich war „73“ ein Begriff, den Telegrafiefunker in den alten Tagen des Westens benutzten[..]. Die Quelle von 73 und 88 war die Ausgabe des Zahlen-Schlüssels, der von den Landtelegrafisten - wire telegraphers - in der gleichen Weise benutzt wurde, wie in der heutigen Zeit die Q-Gruppen. Hier folgt ein Teil dieser Abkürzungen:
6 = ich bin bereit
23 = habe alles kopiert
24 = wiederholen Sie bitte
30 = ich habe nichts mehr, Ende
73 = Herzliche Grüße
88 = Liebe und Küsse
92 = Überbringen Sie sofort
134 = Wer ist an der Taste?
Ein weiteres Überbleibsel aus dieser Zeit findet sich in der Zahl 30, die heute nicht mehr benützt wird.
Beachten Sie, daß der „amerikanische Morsecode“ von den Landtelegrafisten benutzt wurde. Das Signal „30“ wird in diesem Code als ...-. - gegeben, die Null als extra langer Strich. Es wurde korrumpiert zu einem einzelnen Buchstaben ...-.- der üblicherweise heute gedankenlos als SK oder VA gegeben wird, wobei der Raum zwischen den Buchstaben entfernt wurde.
Wenn jemand noch mehr zu diesem Thema lesen möchte (inkl. der Winchester-Legende), dem sei meine Quelle Seefunk.de empfohlen. Ausserdem hat W5WWW noch verschiedene Infos zu 73, CQ und SOS.
Mittwoch, 13. Juni 2007
Meine Geräte

Ich arbeite mit einem FT-60 und einem FT-7800 von Yaesu. Das FT-7800 (siehe nebenstehendes Bild)ist in meinem Auto eingebaut und bringt maximal 50 Watt. Das entspricht auch gerade der in der Schweiz erlaubten Leistung, die ein OM mit Einsteigerlizenz nutzen darf.
Das FT-60 ist ein bequemes Handfunkgerät, dass bei mir anstelle der Gummi-Wendelantenne eine dünne Antenne hat, die immerhin 2 dB bringt. Bei der Gummi-Wendelantenne schätze ich den Gewinn auf einen negativen dB-Wert (= Signaldämpfung). Das Gerät ist relativ einfach zu bedienen und kann auf 2m und auf 70cm eingesetzt werden. Die maximale Leistung beträgt 5W, damit kann ich von meinem QTH aus bis zum Pilatus oder Säntis funken.
Dienstag, 22. Mai 2007
HB9O - das Verkehrshaus
Die Station im Verkehrshaus Luzern wurde aufgrund des Umbaus vorläufig aufgehoben und es ist unklar, ob es wieder eine solche Demostation geben wird. Die Station HB9O zeigte in der Halle Kommunikation, was mit Amateurfunk so alles möglich ist. Der Betrieb der Station forderte von den USKA-Sektionen in erster Linie Manpower, in zweiter Linie entstanden aber auch Unkosten. Die Station wurde von jeweils zwei Operators betreut und diente der USKA als Plattform für Public Relation und ab und zu konnten neue Mitglieder gewonnen werden.
Die USKA-Sektionen sind sich noch nicht im Klaren, wie es weiter gehen wird, also ob es wieder eine HB9O in der einen oder anderen Form geben wird, oder ob man ganz andere Wege beschreiten wird, um einerseits neue Mitglieder und andererseits eine erhöhte Akzeptanz unseres Hobby's zu erreichen.
Allen Unkenrufen zum trotz hat uns HB9O ab und zu tatsächlich ein neues Mitglied gebracht:

Ich gebe zu, man erkennt mich auf dem Bild sehr schlecht, da ich durch einen Kollegen verdeckt werde. Leider habe ich noch nicht herausgefunden, welcher OM mir Informationsmaterial in die Hand gedrückt hat, aber irgendwann werde ich ihn schon einmal treffen.
Lustigerweise habe ich das Bild etwa zwei Stunden später von zu Hause aus aus dem Internet geholt. Es war eben irgendwie gerade das letzte Bild, das Verkehrshaus schloss ein paar Minuten später seine Türen für diesen Tag.
Die USKA-Sektionen sind sich noch nicht im Klaren, wie es weiter gehen wird, also ob es wieder eine HB9O in der einen oder anderen Form geben wird, oder ob man ganz andere Wege beschreiten wird, um einerseits neue Mitglieder und andererseits eine erhöhte Akzeptanz unseres Hobby's zu erreichen.
Allen Unkenrufen zum trotz hat uns HB9O ab und zu tatsächlich ein neues Mitglied gebracht:

Ich gebe zu, man erkennt mich auf dem Bild sehr schlecht, da ich durch einen Kollegen verdeckt werde. Leider habe ich noch nicht herausgefunden, welcher OM mir Informationsmaterial in die Hand gedrückt hat, aber irgendwann werde ich ihn schon einmal treffen.
Lustigerweise habe ich das Bild etwa zwei Stunden später von zu Hause aus aus dem Internet geholt. Es war eben irgendwie gerade das letzte Bild, das Verkehrshaus schloss ein paar Minuten später seine Türen für diesen Tag.
SWL - der Höramateur
Eine Funkerkarriere beginnt man am Besten als Höramateur. In der Sprache der Amateurfunker nennt sich dies SWL, was einer Abkürzung von "Short Wave Listener" (also Kurzwellenhörer) entspricht.
Ein Höramateur verfolgt Funkverbindungen von Amateurfunkern auf Kurzwelle und Ultrakurzwelle (UKW) in den verschiedensten Betriebsarten. Mögliche Betriebsarten sind z.B. Phonie (also Sprache in SSB), Morsen (von Amateurfunkern CW - kurz für continuous wave - genannt) oder aber auch digitale Betriebsarten wie PSK31 oder RTTY.
Die gehörten Verbindungen bestätigt der Höramateur mit einer QSL-Karte, die ähnlich aufgebaut ist wie die eines Amateurfunkers.

Höramateure haben ein Rufzeichen, dieses Rufzeichen dient der Adressierung von QSL-Karten und der Identifikation im Zusammenhang mit Diplomen oder in Amateurfunkvereinen. In der Schweiz wird dem Höramateur ein HE9-Rufzeichen zugewiesen, die Zuteilung obliegt der USKA (Union der Schweizerischen Kurzwellen-Amateure), die Zusammensetzung des Rufzeichens kann frei gewählt werden, solange eine Kombination noch nicht vergeben ist. Im Gegensatz zu Deutschland benötigt man keine Prüfung.
Mein Höramateur-Call lautet HE9KAS, die Buchstaben KAS habe ich passend zu meinem Vornamen gewählt.
Höramateure dürfen erst seit dem Jahr 2006 in der USKA mitbestimmen, vorher war Ihnen nur die Passivmitgliedschaft zugestanden worden.
Ein Höramateur verfolgt Funkverbindungen von Amateurfunkern auf Kurzwelle und Ultrakurzwelle (UKW) in den verschiedensten Betriebsarten. Mögliche Betriebsarten sind z.B. Phonie (also Sprache in SSB), Morsen (von Amateurfunkern CW - kurz für continuous wave - genannt) oder aber auch digitale Betriebsarten wie PSK31 oder RTTY.
Die gehörten Verbindungen bestätigt der Höramateur mit einer QSL-Karte, die ähnlich aufgebaut ist wie die eines Amateurfunkers.

Höramateure haben ein Rufzeichen, dieses Rufzeichen dient der Adressierung von QSL-Karten und der Identifikation im Zusammenhang mit Diplomen oder in Amateurfunkvereinen. In der Schweiz wird dem Höramateur ein HE9-Rufzeichen zugewiesen, die Zuteilung obliegt der USKA (Union der Schweizerischen Kurzwellen-Amateure), die Zusammensetzung des Rufzeichens kann frei gewählt werden, solange eine Kombination noch nicht vergeben ist. Im Gegensatz zu Deutschland benötigt man keine Prüfung.
Mein Höramateur-Call lautet HE9KAS, die Buchstaben KAS habe ich passend zu meinem Vornamen gewählt.
Höramateure dürfen erst seit dem Jahr 2006 in der USKA mitbestimmen, vorher war Ihnen nur die Passivmitgliedschaft zugestanden worden.
Sonntag, 20. Mai 2007
Vollkommen uneigennütziges Blog
Amateurfunk ist gleichzeitg ein Hobby das begeistert, das aber im näheren Umfeld Kopfschütteln auslösen kann.
Mehr als bei anderen Hobbies wird man gefragt: "Wozu? Warum? Es gibt doch SMS und Internet?".
Die Sinnfrage kann man bei jedem Hobby stellen, vom Gärtnern über das Motocrossfahren zum Schiessen - all dies sind Zeitvertriebe und nicht unbedingt mit einem sinnvollen Ziel verbunden. Ausser vielleicht bei sportlichen Tätigkeiten, bei denen es um körperliche Ertüchtigung geht.
Was viele nicht wissen: für Amateurfunk benötigt man eine Lizenz vom BAKOM, die eine entsprechende Prüfung voraussetzt.
Um etwas Licht in die Sache zu bringen werde ich deshalb das einzig mögliche tun, um die Nebelschwaden über meinem Hobby etwas zu lichten: ich erzähle ein wenig von meinen Erlebnissen.
Diese Blog führe ich also ganz uneigennützig - so haben zum Beispiel alle meine Ham-Links endlich ein zu Hause und ich muss sie nirgends mehr sonst ablegen, hi.
Nein, im Ernst: es ist die Folge davon, dass mein zweites Hobby das Internet und die Informatik ist.
Ausserdem kann ich inskünftig alle Fragenden mit Standartfragen wie "Braucht es noch Amateurfunk? Wieso machst Du Amateurfunk?" etc. auf diese Seite verweisen.
Ein kleines Handycap werden dabei vielleicht die Abkürzungen und Begriffe darstellen, aber dafür gibt es ja Wikipedia und Google (früher hatte man Lexikas und die Nummer 21 [später 11 und noch später 111], die man alles fragen durfte).
Mehr als bei anderen Hobbies wird man gefragt: "Wozu? Warum? Es gibt doch SMS und Internet?".
Die Sinnfrage kann man bei jedem Hobby stellen, vom Gärtnern über das Motocrossfahren zum Schiessen - all dies sind Zeitvertriebe und nicht unbedingt mit einem sinnvollen Ziel verbunden. Ausser vielleicht bei sportlichen Tätigkeiten, bei denen es um körperliche Ertüchtigung geht.
Was viele nicht wissen: für Amateurfunk benötigt man eine Lizenz vom BAKOM, die eine entsprechende Prüfung voraussetzt.
Um etwas Licht in die Sache zu bringen werde ich deshalb das einzig mögliche tun, um die Nebelschwaden über meinem Hobby etwas zu lichten: ich erzähle ein wenig von meinen Erlebnissen.
Diese Blog führe ich also ganz uneigennützig - so haben zum Beispiel alle meine Ham-Links endlich ein zu Hause und ich muss sie nirgends mehr sonst ablegen, hi.
Nein, im Ernst: es ist die Folge davon, dass mein zweites Hobby das Internet und die Informatik ist.
Ausserdem kann ich inskünftig alle Fragenden mit Standartfragen wie "Braucht es noch Amateurfunk? Wieso machst Du Amateurfunk?" etc. auf diese Seite verweisen.
Ein kleines Handycap werden dabei vielleicht die Abkürzungen und Begriffe darstellen, aber dafür gibt es ja Wikipedia und Google (früher hatte man Lexikas und die Nummer 21 [später 11 und noch später 111], die man alles fragen durfte).
Mittwoch, 1. September 2004
GM0HCQ and the wacky penguins
Oh Wunder, ich habe mich schon am 1. September 2004 mit Amateurfunk und QSL-Karten rumgeschlagen, aber lest meinen damaligen Artikel selbst:
Some like it hot - GM0HCQ does not?
Mal eine philosophische Frage zwischendurch: wo ist oben und wo ist unten? Auf der Nordhalbkugel ist es klar: Arktis = oben. Wenn ich aber auf der Südhalbkugel lebe, ist dann für mich auch der Nordpol oben oder orientiere ich mich dann am Südpol? Wahrscheinlich hat auch hier die alte Welt der neuen vorgegeben, wo oben und wo unten ist.
Zurück zur Antarktis: Mike ist also als Funkoffizier mit dem Forschungsschiff unterwegs, d.h. er ist unterdessen mehr ein Hightech-Offizier als ein Funkoffizier, den das Schiff ist natürlich mit einer 64 kbps-Satellitenverbindung und e-mail ausgestattet. Die Amateurfunktstation ist wohl mehr für Notfälle und aus Nostalgie mit dabei, denn die Kommunikation mit der Basis passiert über Satellit und die Telefonie geht über Iridium.
Aber wenn man schon einen Funker engagiert sollte man ihm auch die Freiheit lassen, mit der ganzen Welt Kontakt aufzunehmen und die Geräte aktiv zu benutzen. Das macht Mike jeweils - irgendwie muss man ja die Zeit totschlagen. Mike ist während seinen Onlinezeiten jeweils ein beliebtes DX-Ziel und seine QSL-Karten sind begehrt, weil speziell.
Das ist auch so eine Sache: die Jagd nach QSL-Karten ist so etwas wie Trainspotting, es geht darum, möglichst viele Stationen anzurufen und eine bestätigte Verbindung aufzubauen. Anschliessen tragen beide Seiten den Kontakt in das Logbuch ein und füllen eine QSL-Karte aus. QSL ist einer der vielen Q-Codes und bedeutet ganz einfach Empfangsbestätigung. Die Karten werden entweder direkt verschickt oder aber an eine Sammelstelle, die das ganze dann zu einem Paket schnürt und um die halbe Welt schickt. Man ist eben organisiert.

Mike geht im September wieder QRV, bis dahin geniesst er die Zeit zu Hause. Das Schiff heisst VP8CMH (VP8 ist glaube ich Falkland und Umgebung, siehe dazu auch auf der Karte). Mike hat übrigens eine Homepage, die er von unterwegs pflegt, sie heisst gleich wie er GM0HCQ.
the wacky penguins
Die Antarktis hat übrigens eine eigene Top-Level-Domain mit dem Kürzel ".AQ". Man kann anscheinend sogar solche Domains beantragen, wenn man der Firma Issociate glauben will gibt es dazu folgende Vergaberichtlinie:
"Ein lokaler Firmensitz / Büro / Agentur / Vertretung ist notwendig, meist muss sich der Domainname am Firmennamen orientieren."
Wie wäre es mit bush.aq? Aber wir wollen ja nicht die Pinguine erschrecken.
Ein anderer Registrar meinte etwas präziser:
"AQ domain names are available to government organisations who are signatories to the Antarctic Treaty and to other registrants who have a physical presence in Antarctica."
Noch besser wäre natürlich folgende Vergaberichtlinie:
"AQ domain names are available to government organisations who are signatories to the Antarctic Treaty and to other registrants who have a physical presence in Antarctica. Webservers have to run on Linux or have at least to be maintained by a bunch of wacky penguins."
Some like it hot - GM0HCQ does not?
Ich gehe einmal davon aus, andernfalls wäre es sehr ungemütlich, durch das ewige Eis der Antarktis zu skippern, auch GM0HCQ auf einem britischen Forschungsschiff als Funkoffizier unterwegs ist.

Der richtige Name ist übrigens Mike Gloistein, aber speziell ist eigentlich vor allem sein Tätigkeitsbereich und Aufenthaltsort. GM steht übrigens für Scotland, aber unterwegs ist er für die British Antarctic Survey. Nach deren Angaben sind jeweils etwa 5000 Leute in der Antarktis unterwegs, davon bleiben jeweils 1000 bei gefriergetrocknetem Food während des ganzen Jahres dort unten und gehen ihren Forschungen nach.
Der richtige Name ist übrigens Mike Gloistein, aber speziell ist eigentlich vor allem sein Tätigkeitsbereich und Aufenthaltsort. GM steht übrigens für Scotland, aber unterwegs ist er für die British Antarctic Survey. Nach deren Angaben sind jeweils etwa 5000 Leute in der Antarktis unterwegs, davon bleiben jeweils 1000 bei gefriergetrocknetem Food während des ganzen Jahres dort unten und gehen ihren Forschungen nach.
Mal eine philosophische Frage zwischendurch: wo ist oben und wo ist unten? Auf der Nordhalbkugel ist es klar: Arktis = oben. Wenn ich aber auf der Südhalbkugel lebe, ist dann für mich auch der Nordpol oben oder orientiere ich mich dann am Südpol? Wahrscheinlich hat auch hier die alte Welt der neuen vorgegeben, wo oben und wo unten ist.
Zurück zur Antarktis: Mike ist also als Funkoffizier mit dem Forschungsschiff unterwegs, d.h. er ist unterdessen mehr ein Hightech-Offizier als ein Funkoffizier, den das Schiff ist natürlich mit einer 64 kbps-Satellitenverbindung und e-mail ausgestattet. Die Amateurfunktstation ist wohl mehr für Notfälle und aus Nostalgie mit dabei, denn die Kommunikation mit der Basis passiert über Satellit und die Telefonie geht über Iridium.
Aber wenn man schon einen Funker engagiert sollte man ihm auch die Freiheit lassen, mit der ganzen Welt Kontakt aufzunehmen und die Geräte aktiv zu benutzen. Das macht Mike jeweils - irgendwie muss man ja die Zeit totschlagen. Mike ist während seinen Onlinezeiten jeweils ein beliebtes DX-Ziel und seine QSL-Karten sind begehrt, weil speziell.
Das ist auch so eine Sache: die Jagd nach QSL-Karten ist so etwas wie Trainspotting, es geht darum, möglichst viele Stationen anzurufen und eine bestätigte Verbindung aufzubauen. Anschliessen tragen beide Seiten den Kontakt in das Logbuch ein und füllen eine QSL-Karte aus. QSL ist einer der vielen Q-Codes und bedeutet ganz einfach Empfangsbestätigung. Die Karten werden entweder direkt verschickt oder aber an eine Sammelstelle, die das ganze dann zu einem Paket schnürt und um die halbe Welt schickt. Man ist eben organisiert.

Mike geht im September wieder QRV, bis dahin geniesst er die Zeit zu Hause. Das Schiff heisst VP8CMH (VP8 ist glaube ich Falkland und Umgebung, siehe dazu auch auf der Karte). Mike hat übrigens eine Homepage, die er von unterwegs pflegt, sie heisst gleich wie er GM0HCQ.
the wacky penguins
Die Antarktis hat übrigens eine eigene Top-Level-Domain mit dem Kürzel ".AQ". Man kann anscheinend sogar solche Domains beantragen, wenn man der Firma Issociate glauben will gibt es dazu folgende Vergaberichtlinie:
"Ein lokaler Firmensitz / Büro / Agentur / Vertretung ist notwendig, meist muss sich der Domainname am Firmennamen orientieren."
Wie wäre es mit bush.aq? Aber wir wollen ja nicht die Pinguine erschrecken.
Ein anderer Registrar meinte etwas präziser:
"AQ domain names are available to government organisations who are signatories to the Antarctic Treaty and to other registrants who have a physical presence in Antarctica."
Noch besser wäre natürlich folgende Vergaberichtlinie:
"AQ domain names are available to government organisations who are signatories to the Antarctic Treaty and to other registrants who have a physical presence in Antarctica. Webservers have to run on Linux or have at least to be maintained by a bunch of wacky penguins."
Sonntag, 14. März 2004
Bushmail - Buschtrommeln per ARQ und FEC

Noch eine Perle aus meinem 2004er Fundus (ich war damals noch nicht mal SWL):
Während die Buschmänner früher Nachrichten per Trommel und Meldeläufer übermittelten bedienen sich moderne Buschbusiness-Männer immer öfter dem Buschmail-Network, dass es ermöglicht, e-mails aus der Savanne oder der Wüste zu senden. Man braucht einzig ein wenig Strom, einen HF-Sender (wie für den Amateurfunk) und ein entsprechendes Modem und einen Compi. Die Geschwindigkeit ist sicher nicht gerade berauschend, denn mit der Höchstgeschwindigkeit von 2'722.1 Bits/sec ist surfen nahezu unmöglich. Aber für einfache Text-e-mails genügt diese Bandbreite bei weitem.
Günstig ist diese Art der Kommunikation nicht unbedingt, aber verglichen mit der Kommunikation über Satellit sind es immer noch Schnäppchenpreise.
Die Übermittlung geschieht mittels ARQ (Automatic Repeat Request ) und tönt so ARQ oder es wird FEC (Forward Error Correction) eingesetzt und erzeugt etwa folgendes Geräusch .FEC. Im Unterschied zum ARQ, bei dem eine Kommunikation in beide Richtungen notwendig ist, wird beim FEC die Meldung versandt, ohne dass der Sender nachher weiss, ob sie auch angekommen ist. Man kann sich das so vorstellen, dass bei ARQ nach jedem Datenpaket ein OK oder ein Nicht-OK zurückgemeldet wird, während beim FEC jedes Datenpacket zweimal geschickt und eine Prüfsumme mitgeliefert wird (keine Garantie für die Erklärung von FEC - wenn ihrs genauer wissen möchtet, fragt einen Amateurfunker der sich mit Packet Radio auskennt). FEC ist - bei optimalem Empfang - die schnellste Möglichkeit, um eine Meldung an viele Stationen gleichzeitig zu senden. Beim ARQ kann die Kommunikation nur zwischen zwei Stationen gleichzeitig erfolgen.
Wenn man dann überlegt, wie SPAM-Meldungen ein solches Netzwerk extrem belasten können, dann sollte man die SPAMMER dorthin senden und sie bis zum Hals in der Wüste vergraben.
Der Hersteller des Modems meint: "PACTOR®-III, the ultimate speed experience!". Mein Blick schweift gerade zu meinem Dynalink 9624 Modem (9'600 Baud für Datenkommunikation, 2'400 für Fax). Wenn ich das mit der 1'000'000 Baud-Leitung meines Cablecom-Anschlusses vergleiche .... der Hersteller hat recht, die Kommunikation mit PACTOR III dürfte in der heutigen Zeit wirklich das ultimative Geschwindigkeitserlebnis sein.
Trotz allen Nachteilen und der langsamen Geschwindigkeit ist die Unabhängigkeit von Providern und Infrastruktur ein absolutes Plus. Deshalb wird auch bei staatlicher Kommunikation auf Kurzwelle gesetzt, beispielsweise unterhält die Schweiz nach Aussagen der Schweizer Armee ein eigenes Kurzwellennetz um den Schweizer Botschaften die Kommunikation mit Bundesbern auch unter den widrigsten Umständen zu ermöglichen.
Auf der Informationsseite steht:
Der Botschaftsfunk hat schon oft gute Dienste geleistet - nicht zuletzt am 11. September 2001, als im Raum Washington und New York alle öffentlichen Kommunikationsmittel inklusive Satellitenverbindungen ausfielen. Über das Botschaftsfunksystem konnten zu jedem Zeitpunkt Meldungen zwischen der Schweizer Botschaft in Washington und Bern übermittelt werden.
Das einzige was man braucht ist Strom und den kann man notfalls auch mit einem Generator und etwas Benzin selber erzeugen.
Auch wenn ein 24-Stundenbetrieb nicht möglich ist, weil die Funkwellenausbreitung abhängig vom Zustand der Ionosphäre ist, ermöglicht ein HF-Netz doch immerhin während gewissen Zeiten eine reibungslose Kommunikation um die ganze Welt herum. Und wenn es direkt nicht klappt, dann schickt man ein Telegramm eben zu einer Station, die den Kontakt zum Ziel besser hinkriegt.
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